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Deutsche Unternehmen wollen in Polen investieren

Montag, April 24, 2017

 

Polen zieht ausländische Investoren dank hoch qualifizierter Mitarbeiter, gutem Zugang zu Zulieferern und seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Union an. Am schlechtesten bewerten ausländische Unternehmen die politisch-gesellschaftliche Stabilität des Landes und die Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik. Das ergibt sich aus der 12. Ausgabe der Konjunkturumfrage der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer, die in Zusammenarbeit mit dreizehn in Polen tätigen bilateralen Kammern, die der International Group of Chambers of Commerce angehören, durchgeführt worden ist. An der Umfrage haben 369 ausländische Unternehmen, die in Polen aktiv sind, teilgenommen.

 

Die EU-Mitgliedschaft, die personellen Ressourcen und verfügbaren Zulieferer sind besondere Stärken Polens

Ähnlich wie im vergangenen Jahr haben die in Polen tätigen ausländischen Unternehmen unter den 21 Attraktivitätsfaktoren, die bei der Umfrage bewertet worden sind, die EU-Mitgliedschaft und die Qualifikationen von Mitarbeitern am besten bewertet. An dritter Stelle würdigten sie die Qualität und Verfügbarkeit von Zulieferern, deren Einschätzung seit mehreren Jahren immer besser wird. Die vierte Position nimmt bei der Befragung die akademische Ausbildung ein. Produktivität und Motivation der Mitarbeiter schließen die fünf attraktivsten Faktoren ab.

 

Bessere Transparenz bei öffentlichen Aufträgen, schlechtere Bewertung der Rechtssicherheit, geringere Flexibilität des Arbeitsrechtes und Verfügbarkeit von Personal

2017 wurden im Vergleich mit der Befragung im vergangenen Jahr die Transparenz des Vergaberechts (Aufstieg im Attraktivitätsfaktoren-Ranking um vier Positionen) sowie die Wirksamkeit der Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität besser bewertet. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Einschätzung der Rechtssicherheit deutlich verschlechtert. Bei einer offenen Frage weisen die Unternehmen auf das zu hohe Tempo bei der Verabschiedung von Gesetzen hin, die auch die Gewerbetätigkeit betreffen, sowie auf das Fehlen sorgfältiger Konsultationen von Gesetzentwürfen mit der Wirtschaft.

Schlechter beurteilt werden 2017 ebenfalls die Flexibilität des Arbeitsrechts sowie die Verfügbarkeit von Mitarbeitern.

 

Schlechteste Noten für die politisch-gesellschaftliche Stabilität und die Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik

Ähnlich wie 2016 erhielten die politisch-gesellschaftliche Stabilität sowie die Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik in Polen die schlechtesten Noten im diesem Jahr. Die politisch-gesellschaftliche Stabilität, die noch 2015 im Ranking der Attraktivitätsfaktoren den 6. Platz belegt hatte, war 2016 auf die 20. Position abgerutscht und wird von ausländischen Investoren in Polen im laufenden Jahr mit 2,39 von fünf möglichen Punkten noch schlechter bewertet. Die letzte Stelle der 21 Faktoren nimmt, so wie ein Jahr zuvor, die mit 2,24 Punkten benotete Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik ein.

 

Laufende Wirtschaftslage und Perspektiven

Die entschiedene Mehrheit der Teilnehmer an der Konjunkturumfrage 2017 in Polen hat den gegenwärtigen Zustand der Wirtschaft Polens positiv bewertet. Mehr als die Hälfte (54,3%) erteilten die Note „zufriedenstellend”, 32,1% ein „gut”. Negativ eingeschätzt haben die Wirtschaftslage 13,6% der Befragten.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54,6%) meinen, dass sich die Aussichten für die Wirtschaft Polens 2017 im Vergleich mit 2016 nicht verändert haben. Jeder fünfte Unternehmer (21,7%) hat die Perspektiven als gut bezeichnet. Nach Ansicht von 23,6% der Befragten sind die Aussichten schlecht.

 

Umsatz und Investitionen von Unternehmen, Beschäftigung von Mitarbeitern

2017 erwarten die meisten befragten ausländischen Firmen in Polen (59,1%) einen höheren Umsatz als im Vorjahr. Rund ein Drittel (32,0%) der Unternehmer gehen von einem unveränderten Umsatz aus, fast 9% halten einen Umsatzrückgang für möglich.

45 % der Unternehmen planen Neueinstellungen. Fast die Hälfte der Firmen erwarten, dass sich ihre Mitarbeiterzahl auf dem gleichen Niveau bewegen wird wie im Vorjahr (49,1 %). Im Vergleich mit dem Vorjahr ist der Anteil der Unternehmen, die einen Stellenabbau vorsehen, deutlich zurückgegangen (2016: 9,4%; 2017: 5,7%).

Die Unternehmer erwarten 2017 um rund 5% steigende Löhne.

Um 3,5 Prozentpunkte zurückgegangen ist der Anteil der Unternehmer, die höhere Investitionsausgaben vorsehen (von 36,0% auf 32,5%).

 

Polen an zweiter Stelle im europäischen Ranking

Für die 369 ausländischen Unternehmen, die in Polen aktiv sind, nimmt Polen, was die Attraktivität als Investitionsstandort betrifft, den ersten Platz in der Region ein. Parallel zur Befragung der in Polen tätigen Investoren wurden Polen und andere Länder Mittelosteuropas zusätzlich von 1365 deutschen Investoren beurteilt, die in 15 anderen Staaten der Region aktiv sind. 2017 hat Polen, ähnlich wie 2016, bei der europäischen Befragung den zweiten Platz hinter Tschechien mit 4,09 von sechs Punkten belegt. Der Rückstand zum von Tschechien erreichten Wert (4,13 Punkte) betrug somit nur 0,04 Prozentpunkte und hat sich im Vergleich mit dem Vorjahr verringert. Die weiteren Plätze der besten zehn Länder nehmen die Slowakei, Estland, Slowenien, Lettland, Kroatien, Litauen, Ungarn und Rumänien ein.

 

 

 

Konjunkturumfrage der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer

Quelle: Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK Polska) 

 

Über die Umfrage


Die Umfrage ist im Februar 2017 von der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit dreizehn bilateralen Kammern in Polen der amerikanischen, österreichischen, belgischen, britischen, französischen, spanischen, irischen, kanadischen, niederländischen, portugiesischen, skandinavischen, schweizerischen und italienischen Kammer, die der International Group of Chambers of Commerce (IGCC) angehören, durchgeführt worden.  An ihr beteiligt haben sich 369 ausländische Unternehmen, die in Polen aktiv sind.

Von diesen 369 ausländischen Unternehmen kommen 235 Investoren aus Deutschland, 16 aus Skandinavien, 15 aus den USA, 13 aus Italien, jeweils 11 aus Frankreich und Österreich sowie neun aus der Schweiz. Zu den sonstigen Befragten gehörten u. a. Investoren aus Spanien, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien.

An der parallel durchgeführten europäischen Umfrage nahmen zusätzlich 1365 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung teil, die in 15 anderen Ländern Mittelosteuropas tätig sind und deutschen bilateralen Kammern angehören.

Die Befragten bewerten die mittelosteuropäischen Länder in Bezug auf 21 Attraktivitätsfaktoren (Skala von 1 bis 5). Außerdem beurteilen sie direkt 20 Volkswirtschaften in Mittelosteuropa (Skala von 1 bis 6). Sie äußern sich auch über die aktuelle Lage der Volkswirtschaften sowie ihrer Unternehmen und die Entwicklungsperspektiven.